Eröffnungskeynote "Von Nachhaltigkeit zu Resilienz: Neue Worte oder echte Wirkung?"
«Resilienz» hat in kurzer Zeit eine erstaunliche Karriere gemacht, gerade dort, wo vorher von Nachhaltigkeit die Rede war. Was bedeutet diese Verschiebung im Diskurs, und was verrät sie darüber, wie Unternehmen über ihre Zukunft denken? Prof. Dr. Judith Stroehle (HSG) erforscht, wie und warum sich Nachhaltigkeitsnarrative verschieben und was passiert, wenn reine Anpassung an die Stelle von Transformation tritt.
Entscheidend ist dabei, ob hinter genutzten Begriffen auch echte, messbare Wirkung steht. In ihrer Eröffnungskeynote verbindet Prof. Stroehle diese Frage mit einer kritischen Einordnung: Wann entfalten Nachhaltigkeitsinstrumente echte Wirkung und wann bleiben sie jähe Legitimationsübung?
Ein Auftakt, der den Resilienz-Diskurs schärft, unbequeme Fragen stellt und den Blick auf zukunftsorientiertes Handeln eröffnet.
Praxis Keynote "Resilienz auf dem Prüfstand"
Kreislaufwirtschaft gilt als Antwort auf fragile Lieferketten und volatile Rohstoffmärkte. Doch was macht sie im Unternehmen wirklich widerstandsfähiger und worauf kommt es dabei an?
Katharina Döring zeigt am Mietmodell von Rent.Group Swiss, wie das in der Praxis aussieht, auch dort, wo sie noch keine Antwort hat. Tom Koch von Rytec Circular ordnet ein, unter welchen Bedingungen zirkuläre Modelle Unternehmen tatsächlich unabhängiger machen, von der Beschaffung bis zu dezentralen Strukturen. Gemeinsam machen die beiden daraus Ansätze, die sich auf ganz andere Geschäftsmodelle übertragen lassen.
Eine Keynote darüber, was zirkuläres Wirtschaften für die Resilienz eines Unternehmens leisten kann und wie es gelingt.
Abschlusskeynote "Resilient bleibt, wer sich bewegt"
Resilienz hat sich vom Fachbegriff zum Modewort gewandelt, das durch inflationäre Verwendung seine Bedeutung zu verlieren droht. Was bedeutet er ursprünglich, was verstehen Gremien wie der Weltklimarat IPCC oder der Weltbiodiversitätsrat IPBES darunter, und was sollte man keinesfalls damit meinen? Die Antwort stellt die gängige Vorstellung von Resilienz auf den Kopf, mit Folgen auch für Unternehmen.
Zum Abschluss des Forums tritt Marcel Hänggi einen Schritt zurück, um den Blick nach vorn zu richten. Grosse Umweltkrisen lassen sich nicht mehr verhindern, nur noch begrenzen. Umso mehr entscheidet sich Zukunftsfähigkeit an einer Frage: Was macht Gesellschaften und die Wirtschaft mittendrin wirklich wandlungsfähig?